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CISCO Netzwerk-Labor 0

Ich möchte heute mein kleines CISCO-Lab vorstellen, ein meines Erachtens unentbehrliches Hilfsmittel zum Testen, Spielen und Lernen für alles, was im Kundennetz eben nicht geht. Am “lebenden Blech” zu arbeiten, halte ich persönlich auch für 1000x besser als sich mit Simulatoren herumschlagen zu müssen. OK, Stromverbrauch ist ein gutes Gegenargument, aber alle Geräte im Rack “verbraten” in Summe eine Leistung kleiner 100 Watt.

Alle Komponenten sind in ein 10 HE-Flightcase mit Rollen geschraubt – bei Bedarf also auch transportabel. Große Netze lassen sich hiermit nicht abbilden, aber um mal etwas auszuprobieren oder sich auf eine Prüfung vorzubereiten reicht’s allemal. GNS3 hat so seine Eigenheiten und kann nur generische Switche einbinden, während CISCOs Packet-Tracer mit einem virtuellen IOS arbeitet, das nur einen Teil des Befehlssatzes enthält. (Im Packet-Tracer eine serielle Verbindung zwischen zwei Routern zu ziehen, ist nur ein paar Mausklicks Arbeit, während im Hardware-Leben schon intensive Recherche notwendig war, um in Hongkong(!) einen Satz Serial-Crossover-Cable erwerben zu können. Die Lieferzeit liegt zwar bei 14 Tagen, aber sie sind wirklich angekommen ;-)

Was hier auf dem Foto zu sehen ist, hat bisher 2400 Euro gekostet. Das geht natürlich auch preiswerter. Für eine CCNA-Prüfung reichen auch drei 26xx-Router und drei 2950er als Switche, die für schlankes Geld bei eBay zu haben sind. Einfach aufeinander gestapelt, sollte das Ganze komplett für 200 – 300 Euro zu haben sein.

Im Rack stecken vier 1841er (für vier Standorte bzw. Netze), die sich wahlweise über Ethernet oder WAN (Frame Relay, MPLS) verbinden lassen mit insgesamt 4 Switchen (zwei Interne, zwei Externe). Der 3560er hat ein Layer3-Image und kann PoE. Das untere Gerät ist ein CISCO Access-Server AP-2511RJ mit insgesamt 16 seriellen Ports. Ich kann darüber alle im Rack befindlichen Router und Switche konfigurieren – zu sehen an den zwischen den Komponenten nach hinten geführten Konsolenkabeln. Nicht auf dem Foto zu sehen sind noch zwei CISCO IP-Telefone 6941 und ein CISCO Accesspoint AP-1120B. Es fehlt noch ein kleiner PC, der Dienste wie DHCP, Radius, TFTP bereitstellt und syslog-Meldungen einsammelt und anzeigen kann. Für meine anstehende CISCO “CCNA Security”-Zertifizierung wäre eine CISCO ASA 5505 sicher noch eine überlegenswerte Option.

Bestimmt sind dem aufmerksamen Betrachter die Netzschalter links auf den Rackwinkeln der Switche aufgefallen. Nein, das gibt es so nicht zu kaufen, das ist selbst gebaut. Dafür bekomme ich ganz sicher kein CE-Logo, elektrisch ist es aber sicher. Die Switche selbst haben im Gegensatz zu den Routern ja keinen Netzschalter und ich hatte keine Lust, zum Einschalten einzelner Komponenten jedesmal hinten im Rack herumzufummeln.

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